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Bidirektionale Assoziativität-ein Alleinstellungsmerkmal von Solid Edge with Synchronous Technology

Mar 11, 2010 - 08:03 AM

Was ist das eigentlich, die bidirektionale Assoziativität?

Um das zu veranschaulichen, braucht man sich nur einen Quader vorzustellen, der mit 3D-PMI Maßen versehen ist (Länge, Höhe, Breite). In Solid Edge Traditionell würde man dieses Modell über eine entsprechende Skizze/Profil, die bemaßt ist, ändern – also Profil ändern – 3D-Modell ändern – 3D-PMI Maße werden angepasst. Wäre es nicht genial, wenn man das jetzt auch mit den gleichen Maßen umgekehrt machen könnte? Das geht nicht mit einem historienbasierten parametrischen Ansatz.

In einem historienfreien expliziten Modelliersystem würde man an einer Fläche des Modells zupfen und z.B. die Länge des Quaders ändern. Die angehängten Maße würden mitgehen. Nur umgekehrt ist das in diesen Systemen nicht möglich.

In Synchronous kann ich entweder die 3D-PMI Maße ändern und damit den Körper modifizieren oder aber ich kann genauso gut die einzelnen Flächen verschieben und die angehängten Maße gehen mit. Das ist einer der wesentlichsten Unterschiede und Vorteile die Synchronous gegenüber allen anderen Systemen bietet. Die Flexibilität bei Änderungen. Und der Clou – mit Synchronous interessiert es überhaupt nicht, ob es sich dabei um eine Solid Edge Datei oder um eine importierte Fremdgeometrie eines Zulieferers handelt.

Hier ein kleines Beispiel als Gegenüberstellung zwischen traditioneller und synchronous Vorgehensweise. Das Bild zeigt eine Baugruppe mit 2 einfachen Modellen. Das blaue Modell wurde traditionell erzeugt, das heißt auf Basis von Skizzen und dann ausgeprägt. Das rote Modell wurde mit Synchronous erzeugt, könnte aber auch genau so ein importiertes Modell sein.

Beide Modelle sollen jetzt um 10 mm verlängert werden, also von 160 mm auf 170mm und zwar so, dass sich das Modell nach links verlängert.

Mit Synchronous geht das sehr einfach – mit dem Steuernd interaktiv in Richtung der Hauptachse die markierte Fläche um 10 mm nach links ziehen. Wie Sie sehen, wird das Maß auf 170 mm angepasst.

Das gleiche Ergebnis kann ich bekommen, indem ich das 3D PMI Maß von 160mm auf 170mm ändere. Eine kleine Feinheit am Rande – ich kann über den Dialog genau bestimmen, in welche Richtung das Maß geändert wird – immer ein Thema in der traditionellen Welt.

Hier das Ergebnis der synchronous Änderung.

Um das gleiche in der traditionellen Welt zu machen, bedarf es immer eines Checks, wie dieses Teil definiert wurde. Wie wurden die Formelemente erzeugt? Wie sind die Skizzen definiert? Kann ich die Skizze überhaupt so ändern, dass sich mein Modell in die „richtige“ Richtung verlängert. Und das Entscheidende, es ist immer gerichtet von oben nach unten in der Historie – optimal für eine Automatisierung, ein Handicap für jede nicht eingeplante Änderung.

Apropos – mit Synchronous können auch Abhängigkeiten definiert werden, Maße miteinander verknüpft und über die Variablentabelle oder Excel oder API gesteuert werden – doch das ist ein neues Thema für sich.

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